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Dezember 2008
 April 2009
   
 


Hallo Freunde des Historischen Schiffsmodellbaus! Ich möchte Euch mit dieser Website einen kleinen Einblick in ein fazinierendes Hobby geben und vielleicht den einen oder anderen dazu animieren selbst mal die Laubsäge in die Hand zu nehmen und sich mal intensiver mit dieser Materie zu  beschäftigen. Diese Website soll kein historischer Abriss sein,und manch Profi möge mir verzeihen, aber  ich bin Otto-Normal -Modellbauer und einiges wird historisch nicht 1000% ig in Ordnung sein, aber ich baue ein Schiff für mich selbst und nicht für irgendwelche Ausstellungen.Mein Modell ist leider noch nicht fertig, aber ich werde versuchen Euch auf dem laufenden zu halten.Ich hoffe Ihr habt ein wenig Freude an der Website,also dann,viel Spaß beim betrachten.

Kleiner Historischer Rückblick

Die San Felipe lief 1690 vom Stapel.Es war zu damaliger Zeit das wohl am stärksten bewaffnete Schiff der spanischen Flotte.Sein Stapellauf liegt 10 Jahre vor dem Tod des damaligen König`s Karls des Zweiten.Er war der letzte Habsburger auf dem spanischen Thron.Infolge seines Todes brach der spanische Erbfolgekrieg aus,in dessen Verlauf die San Felipe 1705 in ein Seegefecht mit der englischen Flotte verwickelt wurde.Sie wurde dabei so stark beschädigt,das sie sogar von der enternden Prisenmannschaft aufgegeben werden mußte und sank.Damit verlor nun auch Spanien seine Vorherrschaft auf den Weltmeeren an England.
Dezember 2008: Ich habe vor ca. einem halben Jahr eine Publikation gelesen in der Stand, das es die San Felipe nicht gegeben haben kann. Spanien war zu der Zeit nicht in der Lage ein so grosses Schiff zu bauen.Auch soll Lusci die Pläne von einem französischen Schiff umgezeichnet haben.Ob es nun stimmt oder nicht, ist mir eigentlich egal. Ich habe das Projekt angefangen und lasse mir den Spass nicht verderben.



Kurz zu meiner Modellbaulaufbahn

Vor ca.15 Jahren fing ich an mich intensiv mit dem historischen Schiffsmodellbau zu beschäftigen.Mein Onkel zeigte mir dann auch den richtigen Weg.Selber Schiffsmodellbauer wies er mir den Weg über Baukästen historischer Schiffsmodelle bis zum jetzigen ersten reinen Planmodell.Ich habe bis jetzt vier Modelle gebaut.Das wären als erstes ein kleiner Baukasten von Graupner.Es handelt sich um die Brigg"Sea Lady".Danach folgten die"H.M.S.Prince" von Aeropiccola,die"Wasa" von Simprob und die "Royal Caroline"von Krick.Nun habe ich mich an meinen ersten Planbau,die"San Felipe"nach den Plänen von Lusci gewagt.

Pläne

Es ist heutzutage schon ein leidiges Thema mit Modellbaufreunden über Pläne zu diskutieren.Meiner Meinung nach gibt es,bis auf wenige Ausnahmen,keine guten Pläne mehr.An Pläne wie z.B.die Lusci Planedition heranzukommen gleicht schon bald der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.Die Krick Edition ist komplett auf die Baukästen zugeschnitten.Aeropiccola Pläne sind mehr Bilderbücher.Also für mich nichts brauchbares dabei.Da meines Wissens nur Lusci die San Felipe als Plan herausgebracht hat ging es auf die Suche.Der erste Weg führte zu Ebay.Es war ab und zu mal einer dabei,aber es wurden Fabelpreise von bis zu 90 Euro dafür gezahlt.Für mich zu teuer.Ich fragte alle Händler die ich kannte aber es kamen nur Absagen.Irgendwann,ich hatte die Hoffnung schon fast Aufgegeben,kam ein Anruf,ob ich auch mit alten Kopien in 1:60 zufrieden wäre.Ich war und somit konnte ich anfangen.Hiermit möchte ich mich bei Hr.P.Ziegenhagen von der Firma Nikolaus-Schiffsmodelle bedanken.
Dezember 2008: Die Pläne von Lusci gibt es jetzt auch bei vth im Onlineshop zu kaufen. Bei Interesse unter ANB Kollektion nachsehen.

Holz

Holz ist ja bekanntlich der Hauptbaustoff im historischen Schiffsmodellbau.Auf der Suche nach einer preisgünstigen Alternative lernte ich meinen jetzigen Modellbaufreund Rolf kennen.Er hat mir bis jetzt alles Holz für mein Modell gesägt.Und das für einen guten Preis und in super Qualität.Es ist aus der reinen Geschäftsbeziehung nun mittlerweile eine Freundschaft geworden,und da möchte ich mich auch für die vielen informativen Gespräche mit Rolf bedanken,und natürlich für das Holz.Mein Schiff besteht im Rumpf aus Nußbaum,das Heck aus Anigree,Kirsch und Birnenbaumholz.Das Deck wird mit Ahorn beplankt,Die Schnitzereien sind aus Linde und Buchsbaum.

Kiel und Spanten

Kiel und Spanten habe ich aus 10 mm Sperrholz gesägt.Ich habe diese Stärke gewählt,weil der Rumpf allein über 1 Meter lang ist.Kiel,Steven,Greep und Galionsscheg wurden aus 10mm Nußbaumholz gesägt und am Kiel befestigt.Wichtig ist die exakte Ausrichtung der Spanten auf dem Kiel.Dabei war es mir behilflich,auf mein Hellingbrett die Lage der Spanten im 90 Grad Winkel zum Kiel anzuzeichnnen. Danach alles gut durchtrocknen lassen.Man sollte die Heck und Bugspanten vor der Verklebung der Linie des Rumpfes nach Anschleifen.Das endgültige Straken erfolgt dann am fertigen Skelett.

Beplankung

Die erste Beplankung habe ich aus 1,5mm Abachiholz hergestellt.Die zweite Beplankung aus 0.6mm Nußbaumholz.Ich will mich über das Beplanken hier nicht weiter auslassen,nur soviel sei gesagt.Abachi lässt sich sehr gut verarbeiten,gerade an den gebogenen Stellen an Bug und Heck.Man sollte aber darauf achten,das man Abachi nicht zu grob anfasst,es bricht sehr leicht.Für die solideren Modellbauer sei Linde zu empfehlen,es ist ein wenig fester.Bevor ich die zweite Beplankung aufgebracht habe,befestigte ich die Barkhölzer.Ich habe das aus folgendem Grund gemacht.Da die Barkhölzer sich zum Heck hin erhöhen wird die zweite Beplankung den Barkhölzern nach geklebt und es ergiebt sich ein einheitliches Bild.Wenn man die zweite Beplankung vor den Barkhölzern anbringt,kann es passieren das man auf zwei verschiedene Linien kommt,also z.B. die Beplankung geht zum Heck zur Wasserlinie parallel aber die Barkhölzer neigen sich leicht nach oben.Das wäre kein schönes Bild.Die Stückpforten habe ich nach der ersten Beplankung ausgesägt und die Zweite Beplankung danach aufgetragen.Damit umgeht man das leichte splittern des Nußbaumholzes.Ich kann mir nichts frustrienderes vorstellen,als die zweite Beplankung durch das aussägen zu ruinieren.

Heck

Beim Heck stieß ich zum ersten mal auf die Grenzen des Lusci Planes.Er war in der Vergrößerung zu ungenau.Also fing ich an mir eine Heckansicht selber zu zeichnen.Daraus ist bis jetzt eine komplette Seitenansicht,die Heckansicht und die Ansicht der Seitentasche geworden.Danach baue ich jetzt mein Schiff.Dadurch dauert es nun erheblich länger,aber der Aufwand ist es Wert.Die Fenster sind aus 1mm Nußbaum gemacht,die untere Galerie aus Anigree und Kirsche.Der obere Abschluß des Heckspiegels ist aus Birne und der Hintergrund der Schnitzereien aus Mahagonie.Die Beplankung der Heckgalerie erfolgt mit Birne.Dies ist nun auch der Zustand meines Modells am Jahresende 2006.Aber der Nächste Winter kommt bestimmt und damit auch die gemütliche Modellbauzeit.

Das Heck der San Felipe im Dezember 2008. Nach fast fünf Jahren Bauzeit nimmt der Segler jetzt langsam Gestalt an. Ich habe mich entschlossen, dass Schiff ohne Segel zu bauen.Es gefällt mir dann einfach besser und ich habe einen guten Einblick auf die vielen Ausrüstungsgegenstände auf dem Deck.

                        


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